Manipulierte QR-Codes als Betrugsrisiko
veröffentlicht am 20.07.2026
„Quishing“ als neue Form des Phishings im digitalen Zahlungsverkehr
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) sowie das Bundeskriminalamt (BK) weisen auf eine zunehmende Betrugsmasche im Zusammenhang mit QR-Codes hin. Bei dieser Masche werden Nutzer:innen gezielt auf gefälschte Internetseiten geleitet, um vertrauliche Daten oder Zahlungsinformationen preiszugeben. Die Methode wird als Weiterentwicklung klassischer Phishing-Angriffe eingeordnet und gewinnt immer mehr an Relevanz, da QR-Codes häufig ohne kritische Prüfung verwendet werden.
Funktionsweise der QR-Code-Manipulation
Bei dieser Betrugsform ersetzen Kriminelle herkömmliche Links durch QR-Codes, die auf den ersten Blick unauffällig erscheinen. Wird der Code gescannt, öffnet sich automatisch eine Internetseite auf dem mobilen Endgerät. Diese Seiten sind häufig so gestaltet, dass sie offiziellen Online-Angeboten täuschend ähnlich sehen und dadurch Vertrauen erzeugen. Ziel ist es, Nutzer:innen dazu zu bewegen, persönliche Daten oder sicherheitsrelevante Informationen einzugeben. Besonders tückisch hierbei ist, dass die tatsächliche Internetadresse vor dem Öffnen oft nicht eindeutig erkennbar ist.
Risiken durch unkritisches Scannen
Ein wesentlicher Risikofaktor besteht darin, dass QR-Codes im Alltag zunehmend selbstverständlich genutzt werden. Dadurch sinkt die Aufmerksamkeit gegenüber möglichen Gefahrenquellen. Betrüger:innen setzen gezielt darauf, dass Inhalte schnell und ohne weitere Prüfung geöffnet werden. Zusätzlich werden häufig Drucksituationen erzeugt, etwa durch angeblich zeitkritische Aufforderungen oder drohende Konsequenzen. Diese Kombination aus technischer Einfachheit und psychologischem Druck erhöht die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Angriffe erheblich.
So gehen Sie richtig mit QR-Codes um
Seitens Expert:innen wird empfohlen, QR-Codes nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu verwenden und bei unerwarteten Nachrichten besondere Vorsicht walten zu lassen. Nach dem Scannen sollte stets geprüft werden, welche Internetadresse tatsächlich angezeigt wird, bevor weitere Schritte gesetzt werden. Ebenso wird geraten, keine sensiblen Daten über unbekannte oder nicht eindeutig verifizierbare Onlineformulare einzugeben. Grundsätzlich gilt, dass man mit digitalen Zahlungs- und Identifikationsprozessen niemals leichtsinnig umgehen sollte.
Weiterführende Informationen finden Sie hier auf der Website der Oesterreichischen Nationalbank.