Neue Betrugsmasche auf Vinted

veröffentlicht am 17.08.2026

Verkäufer:innen im Visier von Betrüger:innen

Watchlist Internet warnt vor einer Betrugsmasche, die aktuell auf der Verkaufsplattform Vinted kursiert und gezielt Verkäufer:innen auf gefälschte Websites locken soll.

So funktioniert diese Betrugsmasche

Die Masche startet häufig mit einer scheinbar normalen Kaufanfrage. Vermeintliche Interessent:innen bitten beispielsweise um ein Video des angebotenen Kleidungsstücks und schlagen dafür die Kommunikation über WhatsApp vor. Kurz darauf folgt ein Screenshot eines Kaufangebots, in dem nur mehr die E-Mail-Adresse des bzw. der Verkäufer:in fehlt.

Zudem behaupten dann die Betrüger:innen, der Artikel sei bereits bezahlt worden und was noch fehle, sei die Bestätigung in der Vinted-App. Da in der Vinted-App aber keine Zahlung zu finden ist, erhalten Verkäufer:innen anschließend einen Link. Dieser führt zu einer gefälschten Webseite, die optisch wie eine offizielle Zahlungsseite von Vinted wirkt. Dort sollen persönliche oder finanzielle Daten eingegeben werden, um die Zahlung zu erhalten.

Anschließend sollen die Verkäufer:innen eine Push-TAN erhalten, die aber in Wirklichkeit nie ankommt. Stattdessen erhalten sie eine SMS mit einem Code, der im Chat eingegeben werden soll. Daraufhin verlangen die Betrüger:innen die Kreditkarteninformationen, indem Sie behaupten, dass dann das Geld überwiesen werde. In Wirklichkeit verschaffen sich die Kriminelle so aber den Zugriff auf die Bankkonten ihrer Opfer.

So können Sie sich schützen

Die Watchlist Internet empfiehlt, die Kommunikation möglichst über die vorgesehenen Funktionen der Verkaufsplattform zu führen. Wer ohne nachvollziehbaren Grund zu WhatsApp, SMS oder E-Mail wechseln soll, sollte besonders aufmerksam werden. Für einen Verkauf über Vinted ist die Weitergabe der eigenen Telefonnummer grundsätzlich nicht erforderlich. Zudem können manche Plattformen verdächtige Links oder Nachrichten innerhalb ihrer Systeme besser erkennen und gegebenenfalls blockieren. Das Verbleiben im geschützten Plattformumfeld erschwert es Kriminellen daher, ihre Opfer auf gefälschte Zahlungsseiten zu lotsen. Auch eine Aufforderung zur Eingabe von Kreditkarten- oder Bankdaten beziehungsweise zur Bestätigung einer unbekannten Zahlung ist ein deutliches Warnsignal. Achten Sie zudem nicht allein auf das Aussehen der Seite, sondern vor allem die tatsächlich aufgerufene Internetadresse.

Was tun im Ernstfall?

Wer bereits Daten eingegeben oder eine verdächtige Zahlung bestätigt hat, sollte umgehend die eigene Bank kontaktieren. Zusätzlich sollte der betreffende Account an Vinted gemeldet werden. Bei einem entstandenen finanziellen Schaden oder einem konkreten Betrugsversuch kann außerdem eine Anzeige bei der Polizei sinnvoll sein. Grundsätzlich gilt: Eine Nachricht wie „Ich habe bereits bezahlt“ ist kein Beweis für einen tatsächlichen Zahlungseingang.

Alles zum Nachlesen finden Sie hier auf der Seite der Watchlist Internet. 

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