Neue Klimaticket-Aktion
veröffentlicht am 05.05.2026
Erleichterter Einstieg in die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
Mit einer zeitlich begrenzten Aktion sollen mehr Menschen für den öffentlichen Verkehr gewonnen werden. Das österreichweite Klimaticket kann künftig zwei Monate lang getestet und anschließend ohne zusätzliche Gebühren gekündigt werden.
Preise und Konditionen für diese Test-Aktion
Das Verkehrsministerium hat eine neue „Kennenlern-Aktion“ für das österreichweite Klimaticket angekündigt, die den Zugang zum öffentlichen Verkehr attraktiver machen soll. Personen, die ein neues Ticket erwerben und dessen Gültigkeit zwischen Anfang Mai und Ende Juni beginnt, erhalten die Möglichkeit, das Angebot zwei Monate lang zu testen. Anschließend kann das Ticket ohne zusätzliche Gebühren gekündigt werden. Für die zweimonatige Nutzung fallen Kosten in Höhe von 233 Euro an, im ermäßigten Tarif 175 Euro. Das reguläre Jahresticket kostet derzeit 1400 Euro beziehungsweise 1050 Euro im ermäßigten Modell. Mit dieser Maßnahme reagiert das Verkehrsministerium auf die steigenden Belastungen durch hohe Kraftstoffpreise und will nach eigenen Angaben die Schwelle für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel senken.
Zeitlich begrenzte Sonderregelung
Die Aktion ist ausdrücklich auf einen begrenzten Zeitraum ausgelegt und stellt eine Ausnahme zu den bisherigen Kündigungsbedingungen dar. Außerhalb der Testphase gelten weiterhin die regulären Regelungen für das Klimaticket. Eine ordentliche Kündigung ist dabei erst ab dem siebenten Monat möglich, zusätzlich fällt eine Gebühr in Höhe eines Monatsentgelts an. Mit der Sonderaktion soll insbesondere Personen, die bisher unsicher gegenüber einem langfristigen Ticketkauf waren, ein unkomplizierter Einstieg ermöglicht werden. Das Ministerium hofft dadurch auf zusätzliche Nutzer:innen des öffentlichen Verkehrs.
Hohe Nachfrage nach dem Klimaticket
Das österreichweite Klimaticket verzeichnet bereits mehrere hunderttausend zahlende Kund:innen. Hinzu kommen die regionalen Varianten der einzelnen Bundesländer, wodurch österreichweit insgesamt rund 1,7 Millionen Menschen ein bundesweites oder regionales Klimaticket besitzen. Die Zahlen zeigen, dass sich das Modell seit seiner Einführung als wichtiger Bestandteil der österreichischen Mobilitätspolitik etabliert hat. Gleichzeitig wird deutlich, dass öffentliche Verkehrsmittel angesichts steigender Energiepreise und wachsender Klimadebatten zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Mobilitätsorganisationen fordern weitere Schritte
Angesichts erwarteter Engpässe bei Treibstoffen und steigender Energiekosten sei eine Reduktion des Kraftstoffverbrauchs dringend notwendig. Die neue Testaktion wurde dabei als erster Schritt bewertet, dem jedoch weitere Maßnahmen folgen müssten. Damit steht die Initiative nicht nur für ein kurzfristiges Angebot, sondern auch für die breitere Debatte darüber, wie Mobilität in Österreich künftig nachhaltiger und leistbarer gestaltet werden kann.
Alles zum Nachlesen finden Sie hier im Artikel des Standards.