Stromkosten sparen mit dem SNAP

veröffentlicht am 15.04.2026

Der Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP) ist ein vergünstigter Tarif für die Netzkosten bei Strom.

Seit 1. April gilt der Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP). Er ist zeitlich auf April bis September begrenzt und gilt zwischen 10:00 und 16:00 Uhr. In diesem Zeitraum sinkt der Netzarbeitspreis für Haushalte mit Standardanschlüssen um 20 Prozent. Es bietet sich also an, Geräte wie Waschmaschine, Geschirrspüler und Wärmepumpen in diesem Zeitraum zu nutzen bzw. dann E-Autos zu laden.

Der Netzbetreiber berücksichtigt den verringerten Arbeitspreis beim Netzentgelt automatisch, d.h. Konsument:innen müssen nichts veranlassen. Voraussetzung ist nur, dass der Smart Meter die Verbrauchsdaten im Viertelstundenintervall misst. Ob die entsprechende Einstellung am Zähler passt, erfahren Sie von Ihrem Netzbetreiber. Oft lässt sich die Viertelstundenmessung auch selbst im jeweiligen Kundenportal aktivieren.

Hier finden Sie ein Video der E-Control zum SNAP.

Wie setzt sich die Stromrechnung überhaupt zusammen?

Die Stromrechnung besteht aus drei Bestandteilen:

  • dem Energiepreis für die Lieferung des Stroms
  • den Kosten für das Stromnetz
  • Steuern und Abgaben

Das Netznutzungsentgelt ist Teil der Netzkosten. Haushalte bezahlen für jede Kilowattstunde Strom einen bestimmten „Arbeitspreis“, um vor allem die Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung des Stromnetzes abzudecken.

Warum gilt der SNAP nur im Sommer?

Hintergrund ist, dass Photovoltaik-Anlagen zur sommerlichen Mittagszeit besonders viel Strom produzieren und ins Netz einspeisen. Wenn diese große Strommenge nicht verbraucht wird, verursacht das Kosten im Stromnetz. Mit dem SNAP wird deshalb ein Anreiz geschaffen, Strom in genau diesen Stunden zu verbrauchen.

Schon an einen Wechsel des Stromtarifs gedacht?

Das kann sich lohnen, wenn Sie einen dynamischen Stromtarif („Floater“) oder einen Stromtarif ohne Vertragsbindung haben.

Dynamische Tarife oder andere Tarife mit kurzfristigen Preisänderungen orientieren sich an kurzfristigen Preisentwicklungen an der Börse. Das kann bei der derzeitigen weltpolitischen Situation mit dem Risiko einhergehen, dass die Preise weiter steigen. Wenn Sie das Risiko nicht eingehen möchten, dann steigen Sie auf einen Tarif mit Fixpreis um. Nutzen Sie den Tarifkalkulator der E-Control für den Preisvergleich.

Ein Blick in den Tarifkalkulator ist auch dann sinnvoll, wenn Sie gerade nicht vertraglich an einen Stromtarif gebunden sind. Schauen Sie nach, ob Sie einen günstigeren Tarif finden. Bei Tarifen mit Preisgarantie ist der Preis bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit fix und verändert sich nicht. Allerdings kann der Lieferant den Vertrag nach dem Ende der Bindungsfrist kündigen. Das gilt auch, wenn noch eine längere Preisgarantie gelten würde.

Notieren Sie sich unbedingt, wann Ihre Vertragsbindung ausläuft. Viele Rabatte sind befristet und fallen nach zwölf Monaten weg. Unter konsumentenfragen.at finden Sie Informationen, wie Sie wechseln können. Die AK (Arbeiterkammer) hat angesichts der Energiekrise im Nahen Osten Tipps für Konsument:innen zusammengestellt.

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