WhatsApp: Einführung von Benutzernamen
veröffentlicht am 10.09.2026
Mehr Privatsphäre aber auch neue Risiken
Durch die Einführung eines Benutzernamens auf WhatsApp kann künftig dieser anstatt der Telefonnummer angezeigt werden. Warum dies aber nicht nur die Privatsphäre stärkt, sondern auch neue Risiken für Kinder und Jugendliche mit sich bringt, zeigt der Artikel von Saferinternet.at, Teil von Safer Internet Center Austria (SIC).
Einführung der Benutzernamen
WhatsApp-Konten bleiben auch künftig an eine Telefonnummer gebunden. Diese muss bei der Kontaktaufnahme jedoch nicht mehr automatisch mit anderen Personen geteilt werden, wenn ein Benutzername eingerichtet wurde. Die Funktion soll in den kommenden Monaten schrittweise eingeführt werden. Ein genaues Datum für die vollständige Einführung steht derzeit noch nicht fest.
Wer einen Benutzernamen reservieren möchte, kann dies bereits über die WhatsApp-Einstellungen versuchen. Dazu wird zunächst der Bereich „Konto“ und anschließend „Benutzername“ ausgewählt. Ob die Funktion bereits verfügbar ist, hängt vom jeweiligen Konto ab. Die Telefonnummer bleibt weiterhin für die Erstellung eines WhatsApp-Kontos erforderlich.
Vorteile und Risiken für Kinder
Die neue Funktion kann besonders für Kinder und Jugendliche einen zusätzlichen Schutz bieten, denn diese müssen ihre Telefonnummer beim Kontakt mit fremden Personen künftig weniger häufig teilen. Gleichzeitig kann ein leicht erkennbarer Benutzername dazu führen, dass ein Kind einfacher identifiziert oder auf anderen Plattformen gefunden wird. Aus diesem Grund sollte die Wahl des Namens gut überlegt sein.
Empfehlenswert ist ein neutrales Pseudonym ohne jeglichen persönlichen Bezug. Der echte Name, das Geburtsjahr, das Alter, der Wohnort oder der Name der Schule sollten nicht im Benutzernamen vorkommen. Auch die Verwendung desselben Namens auf mehreren Plattformen ist ungünstig, da sich dadurch unterschiedliche Profile leichter miteinander verknüpfen lassen. Für jeden Dienst sollte daher möglichst ein eigener Benutzername gewählt werden.
Zusätzlicher Schutz durch Benutzernamenschlüssel
WhatsApp plant neben den Benutzernamen eine weitere Sicherheitsfunktion: den sogenannten Benutzernamenschlüssel. Dabei handelt es sich um einen vierstelligen Code, der bei der ersten Kontaktaufnahme als zusätzliche Hürde dienen soll. Ist die Funktion aktiviert, benötigen andere Personen sowohl den exakten Benutzernamen als auch den dazugehörigen Code, um eine Nachricht senden zu können.
WhatsApp zufolge müssen Benutzernamen zwischen drei und 35 Zeichen lang sein. Sie können jederzeit geändert oder gelöscht werden und sollen nicht über ein öffentliches Verzeichnis auffindbar sein. Eine Kontaktaufnahme ist nur möglich, wenn der exakte Benutzername bekannt ist. Die zusätzlichen Einstellungen können damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz persönlicher Daten leisten.
Gemeinsam über Sicherheit sprechen
Technische Schutzmaßnahmen allein reichen jedoch nicht aus. Eltern sollten regelmäßig mit ihren Kindern darüber sprechen, welche persönlichen Informationen sie online teilen und wie sie mit unbekannten Kontakten umgehen. Die Einführung der Benutzernamen bietet dafür einen passenden Anlass, gemeinsam die Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen und einen sicheren Benutzernamen auszuwählen.
Alles zum Nachlesen finden Sie hier im Artikel von saferinternet.at